Transkript Schornsteinfeger Jan Guthier Video

Jan Guthier:
Hallo, mein Name ist Jan Guthier. Ich bin bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger und nehme euch heute mit zu meinem Arbeitsalltag. Heute gehen wir zu einem Kunden. Da geht es um eine baurechtliche Abnahme, die wir ausführen werden. Wir haben eine Feuerstättenschau geplant und auch eine Abgaswege-Prüfung. Wichtig zu wissen ist, dass ich neben dem, dass ich ein bevollmächtigter Bezirksfeger bin, auch einen Meisterbetrieb habe. Später für die Abgaswege-Überprüfung wird mich mein Mitarbeiter unterstützen, wird die ausführen und vorzeigen, wie das Ganze funktioniert. Zum Jahresanfang bin ich zu digibase connect gewechselt. Die Software hilft mir bei der Verwaltung und es ist für mich ein wichtiges Anliegen, euch heute zu zeigen bei meiner Arbeit, wie diese Software mir meinen Arbeitsalltag erleichtert. Unterstützen tut mich heute Pedro. Pedro ist von dem Softwarehersteller Digibase und hat die Zeit gefunden, heute dabei zu sein. Hi Pedro.

Pedro:
Grüß dich. Sag mal, du bist jetzt seit circa sechs Monaten bei Connect dabei. Wie waren so die ersten Monate für dich?

Jan Guthier:
Ganz ehrlich? Erleichternd. Ich hätte gedacht, es würde mehr Probleme geben, weil bekannt ist es ja auch immer wieder bei Datenübernahme, Datenwechsel. Es muss ja so viel beachtet werden. Das ist ja nicht so, als würde man einen Leitzordner weiterreichen, sondern es sind viele Daten, die irgendwie übermittelt werden müssten. Und da hätte ich gedacht, dass es mehr Probleme geben würde. Aber ich kann wirklich sagen, mit dem Jahresstart mit Connect hat meine Arbeit angefangen leichter zu werden und da muss ich sagen, bin ich auch sehr dankbar drum, weil mir war wichtig, dass ich meine Zeit beim Kunden draußen verbringen kann, dass ich mehr im Bezirk unterwegs sein kann und weniger Zeit im Büro verbringen muss. Und da ist halt Digibase der perfekte Partner, weil ich gehe zum Kunden, ich mache meine Arbeit, ich schließe meine Begehung ab und habe nicht mehr den Moment, wo ich im Büro sitze und noch mal nachvollziehen muss, wo war ich, welche Unterlagen brauche ich? Ich muss nicht den Alltag rekonstruieren, sondern der Alltag findet zeitgleich mit einem Tag mit meiner Zeit im Bezirk statt. Und das ist sehr, sehr, sehr hilfreich.

Pedro:
Wir haben heute ein bisschen was vor. Ich würde dich heute direkt mal mitnehmen. Der erste Termin ist eine Baustellenabnahme. Das heißt, wir gehen gar nicht weit von hier zu einem Kunden, der hat eine neue Gasheizung bekommen. Ich habe alle Unterlagen zugeschickt bekommen, habe die bereits geprüft. Das heißt, wir gehen hin, nehmen die Software dabei, machen diese Baustellenabnahme und schauen mal und hoffen, dass auch wirklich alles in Ordnung ist. Los geht's!

Jan Guthier:
Gerne, ab geht's.

Jan Guthier:
Wir sind heute bei mir im Bezirk und machen eine Abnahme an einer neuen Gasheizung. Die wurde eingebaut. Es ist ein Brennwertgerät, ein modernes Gerät, und wir nehmen die Software und erfassen jetzt erstmal die Daten, die wir haben. Das heißt, wir müssen uns das Typenschild anschauen. Das Typenschild an dem Gerät ist ein bisschen versteckt. Man hofft immer, dass es oben auf der Heizung ist oder nebenan der Heizung. Hier in dem Fall ist es leider unten in der Heizung drin. Deswegen muss ich jetzt mal nach unten tauchen, muss mir die Daten anschauen, kann das Handy einfach mitnehmen und kann dann die Daten eingeben. Bevor ich die Dateneingabe mache, gehe ich bei mir in die Hausakte, wähle die alte Heizung aus und gehe dann dort auf Austausch und kann jetzt hier die neue Feuerstätte anlegen.

Ich habe ein Heizungssystem. Brennstoff ist Gas. Wir haben eine Heizung mit Brauchwasser, der Warmwasserspeicher ist nebendran. Das ist damit erkennbar. Wir haben ein Brennwertgerät. Es ist eine Zentralheizung. Wärmeleistung müssen wir eintragen. Und das sind so die Sachen, die wir jetzt im Detail finden, indem wir aufs Typenschild gucken. Da habe ich 3 bis 19,5 kW Wärmeleistung. Das tragen wir direkt ein, bevor es nicht mehr da ist. Und das Schöne ist, sobald es hier eingetragen ist, ist es auch eingetragen. Das heißt, ich habe keinen Spickzettel später noch, auf dem ich irgendwas stehen habe, sondern ich lege die Feuerstätte direkt im System an und sobald ich fertig bin, ist sie dann auch drin.

Ich kann den nächsten Schritt nehmen. Jetzt geht es darum zu beurteilen, was für ein Gerät wir haben. Es gibt die sogenannte TRGI also Technische Regel für Gasinstallationen und die hat Kennzeichnungen für die Geräte festgelegt. Wir haben eine raumluftunabhängige Heizung, wir haben ein Gasgerät mit einer Abgasführung über Dach, die im Überdruck arbeitet. Das ist ein Standardgerät, das ist ein C93x, das können wir jetzt hier auswählen. Und wir haben die Zusatzkennzeichen wegen der zusätzlichen Dichtheitsanforderungen. Da das unter Überdruck steht, haben wir auch noch das P, also ein C93xP. Man sieht dann auch hier grob eine Zeichnung, wie das Ganze aussieht, und wenn man dann vergleicht, sieht es sogar sehr identisch aus. So, wir können weitergehen.

Da können wir dann Angaben zu den Räumen, zur Verbindung, zum senkrechten Teil machen. Man kann verschiedene Punkte auswählen. Die habe ich immer vorausgewählt, um zu sehen, was ich alles für meine Abnahme brauche. Ich gebe das ein, wähle den Raum aus, wo der Aufstellraum ist. Da hat sich nichts geändert. Wir hatten ja vorher schon eine Heizung, die wurde jetzt ausgetauscht, modernere Heizung. Wir gehen hier einfach weiter durch und können dann weiter die Daten erfassen.

Wichtig ist jetzt erstmal die Daten erfassen und dann gucken wir im Detail, was es genau ist. Hersteller ist Buderus. Es ist ein GB 182i2-20-H. Herstellernummer geben wir ein und das Baujahr der Heizung. Jetzt geht es weiter um die Verbindung, sprich unsere Abgasleitung. Das heißt, wir können jetzt einmal aufmachen, können schauen, was haben wir hier für eine Leitung. Durchmesser, es ist eine Kunststoffleitung. So, und dann können wir gleich mal schauen. Aha, 80 Millimeter.

Und bei der Abgasleitung gibt es so wichtige Bereiche. Das ist eine konzentrisch geführte Abgasleitung. Das heißt, wir haben ein doppelwandiges Abgassystem. Das bedeutet, wir haben in der Mitte die Abgasleitung aus Kunststoff, über die die Abgase über Dach abgeführt werden. Und außen haben wir den sogenannten Ringspalt, wo die frische Luft angesaugt wird, um die Verbrennung optimal zu gewährleisten.

Wichtig auch hier, dass man schaut: Handwerker, vor allem im Heizungsbau, haben viele Jahre immer wieder gelernt, zum ordentlichen Arbeiten gehört, wenn man alles ins Wasser setzt, dass man rechte Winkel hat. An den Abgasleitungen ist das nicht so günstig. Deswegen muss man genau gucken, weil wir brauchen drei Grad Neigung, das sind 87 Grad. Das bedeutet, das Kondensat muss zurückfließen können. Das muss durchs Gerät den Weg durch den Kondensatablauf nehmen. Das heißt, wir brauchen hier keine 90 Grad, sonst haben wir zu lange Stillstandszeit. Das Kondensat kann wirklich dazu führen, dass die Abgasleitung undicht wird. Das Kondensat soll abfließen, das heißt drei Grad Neigung, Rückfluss ist wirklich so vorgeschrieben.

Es war unwahrscheinlich, aber wer weiß, dass sich doch was reingeirrt hat. Ich schaue mit Spiegel und Taschenlampe. Ist auch unwahrscheinlich. Allerdings kommt es schon mal vor, dass man auch in Abgasleitungen Dinge vorfindet. Ich habe schon Tannenzapfen gefunden, weil es war ein Flachdach und Kinder haben auf dem Dach gespielt und dachten sich, juhu! Wir machen wieder zu.

Beim ersten Blick: Alles in Ordnung an der Gasleitung. Wir nehmen jetzt noch die Maße von der Gasleitung auf. Die tragen wir auch in unsere Software ein, damit wir wissen, wie lang unsere Abgasleitung im liegenden Bereich überhaupt ist. Bei 30, 20, 20 hoch, 30 lang haben wir jetzt auch hier eingetragen. Das heißt, wir haben die Gesamtlänge des Verbindungsstücks von 30 bis 50.

Es wird immer auch nach einem Nachweis der Verwendbarkeit gefragt. Das ist ganz schön. Hier auf der Abgasleitung ist auch unser CE-Zeichen. Das können wir direkt mit aufnehmen. Dann geht es ein bisschen mehr ins Detail. Wir haben eine Klassifizierung von der Abgasleitung, die wir eintragen können. Das ist für uns ein Hinweis: Ist diese Leitung überhaupt geeignet? Wir haben hier beispielsweise eine Kunststoffleitung und hier ist von der Firma auch angekreuzt worden, was für eine Leitung es ist. Wir haben hier für uns Schornsteinfeger als tagtägliches Geschäft eine Klassifizierung. Wir haben einen T120 H1 W200. Für unseren Fall ist es in Ordnung. Wir tragen die Klassifizierung ein, genauso wie sie angekreuzt wurde. Und dann haben wir alles, was wir äußerlich erkennen können, alle Daten erfasst.

Und können zum nächsten Schritt. Für mich erstmal wichtig: Die Abgasanlage ist relativ noch dieselbe, allerdings ist jetzt eine durchgängige Leitung in den Schornstein eingeführt worden. Die 80er-Leitung ist von unten bis oben durchgeführt. Das heißt, wir haben eine bestehende Abgasanlage, die verändert wird, und geben das auch gleich noch mit an, erfassen diese Daten noch. Auch dort ist dieselbe Klassifizierung zu nehmen, wie sie hier schon angegeben ist.

Wir haben die Möglichkeit, verschiedene Hinweise noch zu geben zu unserer Arbeit, welche Werkzeuge wir benötigen, wie der Verkehrsweg aussieht, wo die Revisionsöffnungen sind. Und gehen dann weiter. Es handelt sich um eine Bestandsstelle. Das ist wichtig für unser Gebäudeenergiegesetz. Auch jetzt werden die Fristen für unsere Arbeiten festgelegt und wir gehen ins Detail.

Das bedeutet, wir fangen jetzt mal an, wir machen die Heizung auf und schauen, ob auch drin alles in Ordnung ist. Dafür brauchen wir nur einen passenden Schraubenzieher. Ganz rausschrauben müssen wir sie nicht. Und schon können wir die Verkleidung abnehmen. Immer wichtig: vorsichtig abstellen. Wir wollen keine Schäden hinterlassen. Hier haben wir das Innere der Feuerstätte und da schauen wir, ob soweit auch alles in Ordnung aussieht. Und das sieht für uns gut aus.

Die Feuerstätte bleibt jetzt auch erstmal offen, weil wir gehen weiter in die Erstmessung. Das bedeutet, wir gucken auch, dass hier keine Abgase austreten, machen die Heizung wieder zu, gucken, dass im geschlossenen Zustand keine Abgase austreten, gehen weiter in die Abgasmessung. Ganz wichtig: Wir machen eine sogenannte Ringspaltmessung. Dort wird geguckt, ob unsere Gasleitung dicht ist. Wir holen die Messgeräte raus. Haben einfach unser Abgasmessgerät. Hier brauchen wir eine Kombisonde. Legen wir bereit. Eins meiner Lieblings-Messgeräte.

Für uns heute der Abgastester. Eine wirklich sehr einfache und hilfreiche Technik. Wir haben zwei seitige Kontakte und hier sieht man drauf H2O. Warum reagiert er? Meine Finger sind nicht 100 % trocken und das ist so ein sensibler Kontakt, dass er sogar schon schon beim Reden reagiert und schon löst er aus. Bedeutet: Wenn Abgas austritt, ist es immer mit Wasserstoff verbunden. Das heißt, wir haben immer eine geringe Form von Wasserdampf. Bedeutet, ich gehe mit den Kontakten an den sensiblen Stellen entlang und sollte dort Abgasaustritt sein, würde der enthaltene Wasserstoff auf dem Kontakt niederschlagen und ich würde ein Signal bekommen und eine Anzeige, dass wir einen Abgasaustritt haben.

Ich gehe hier in die Schornsteinfegerfunktion, bestätige diese und die Heizung geht in den Volllastbetrieb für meine Messung. Sie hat gezündet, die Messung startet. Hier steht dann aktuelle maximale Wärmeerzeuger-Leistung. Da wollen wir hin. Wir fangen an zu gucken, dass uns keine Abgase hier in dem Bereich austreten. Man hat ja gemerkt, das Gerät ist sehr sensibel und würde schon sehr früh anschlagen. Im Inneren kein Problem. Wir schalten erst noch mal aus und verschließen die Feuerstätte vorerst, bevor wir die große Messung machen.

So, jetzt vor allem für uns wichtig ist, dass kein Abgasaustritt im geschlossenen Bereich vorhanden ist. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass jetzt Abgasaustritt ist, wenn im Inneren kein Abgasaustritt ist. Aber für uns ist wichtig, dass die Heizung, so wie sie beim Kunden betrieben wird, keine Gefahr für den Kunden darstellt. Bedeutet: Wir schauen uns das alles jetzt noch mal genau an. Wir haben hier die Messöffnung, die öffnen wir. Da haben wir die zwei verschiedenen Öffnungen, großzügigerweise markiert mit CO2 und O2. Bedeutet, wir haben hier unsere Frischluft und hier unser Abgas.

Wir gehen über in die Messung. Bedeutet, wir fangen erstmal an, den Ringspalt zu prüfen, dass dort der Sauerstoffgehalt ausreichend ist. Wichtig ist vor allem: Wir haben es heute recht warm draußen und damit uns die Heizung nicht in der Messung ausschaltet, sollte man ein, zwei Heizkörper aufgedreht lassen, weil die Heizung in den Volllastbetrieb geht. Das bedeutet, wir geben ihr das Kommando, jetzt so stark zu heizen wie möglich. Wenn es natürlich warm draußen ist, dann wird die Heizung nicht unbedingt die Räume unnötig aufwärmen. Und wenn die Heizkörper geschlossen sind, wo soll die Wärme hin? Bedeutet, die Heizung wird sehr heiß und bricht uns womöglich eine Messung ab. Sind Heizkörper offen, ist die Automatik durch die Schornsteinfegerfunktion überbrückt und die überschüssige Wärme wird durch die Heizkörper transportiert. Das gewährleistet, dass unsere Heizung dann auch gänzlich für die Messung läuft und wir somit auch unsere Messungen machen können ohne Abbruch.

Wir gehen wieder in die Schornsteinfegerfunktion, starten die Heizung auf Volllast. Sauerstoff verändert sich. Bisher bleibt er sehr konstant bei seinen 20,9 %. Wir gucken weiter, dass hier keine Undichtigkeiten sind. Wichtiger Punkt ist auch: Wir haben hier einen Kondensatablauf, das heißt, wir haben hier unten auch einen Siphon. Bedeutet, da läuft das Kondensat rein. Wenn so ein Siphon trocken läuft, dann tritt dort Abgas aus oder kann dort Abgas austreten. Das heißt, auch der Kondensatablauf ist eine Abgasstrecke und gehört mit geprüft. Und auch hier kein Abgasaustritt.

Hier hat man aufgrund von Platzmangel eine Kondensatpumpe gesetzt und hat hier einen kleinen Schlauch, der das Kondensat in den Außenbereich abführt. Das Kondensat gehört ganz normal ins Abwasser.

Und hier geht es weiter. Wir gucken weiter nach dem Ringspalt. 20,9 % Sauerstoff bedeutet, wir können jetzt hier erstmal die Messung beenden und gehen dann in den nächsten Schritt. Die Abgasmessung über die Messwerte tragen wir auch in unsere Software ein.

Dass unsere Heizung die Dichtigkeitsanforderungen erfüllt, ist wichtig. Wir müssen für die Abnahme auch bescheinigen, dass die Abgasleitung dicht ist. Bei raumluftunabhängigen Heizungen wird das mit der Ringspaltmessung gemacht. Das heißt, wir tragen das bei unserer Abgasleitung ein, dass unser Ringspalt eingehalten ist. Wir haben dort jetzt einen Differenzwert von 0,1 %. Bedeutet: Von 21 % in der Atmosphäre haben wir 20,9 % gemessen, eine Differenz von 0,1 %. Die tragen wir ein.

Wir schalten ein letztes Mal die Heizung in den Schornsteinfegerbetrieb, gehen wieder in die Volllast, überbrücken die Automatik und heizen los. So, wir sehen jetzt hier beispielsweise unsere Lufttemperatur. Wir haben im Raum 20,4 Grad. Allerdings für uns wichtig ist ja die Temperatur in der Gasleitung, da haben wir jetzt 32 Grad. Wir haben immer noch 20,9 % Sauerstoff und wir haben eine Druckdifferenz von 0,15 Hektopascal, also 14 Pascal. CO-Gehalt im Ringspalt null, sehr gut, weil das würde auch bedeuten, dass die Heizung Abgase ansaugt, würden wir CO feststellen. So, wir gehen rüber in die Abgasleitung und gucken mal, was wir hier für Abgaswerte haben.

Wir haben bereits festgestellt, unser Ringspalt ist in Ordnung, wir haben keinen Abgasaustritt. Und jetzt hier schauen wir unseren Restsauerstoff bei 4 %, 3,8 % und sinkend. Das ist ein ganz normaler Bereich, den man so kennt. CO: Eine Verbrennung in der Praxis ohne Kohlenmonoxid gibt es nicht. Das heißt, wir haben immer einen CO-Gehalt. Hier in dem Fall liegt er aktuell bei 79 ppm im Bereich, steigt noch ein wenig, ist etwa 80 ppm. Wir lassen das Gerät noch ein bisschen laufen, damit wir auch wirklich die Messwerte komplett im Überblick haben. Man sieht, jetzt steigt auch unser CO-Gehalt.

Aber solange der Messwert unter 500 ppm bleibt, ist das überhaupt kein Problem. Ab 500 ppm, Parts per Million übrigens, auch um das einzuordnen: Prozent, Promille, ppm, also sehr gering, wo wir messen. Ab 500 ppm müssen wir eine Wartung empfehlen, sobald wir diese überschreiten. Erst ab 1000 ppm wird beanstandet. Bei Abgasaustritt natürlich immer. Bei Abgasaustritt brauchen wir gar nicht um den heißen Brei reden. Haben wir Abgasaustritt, dann ist was nicht in Ordnung und dann ist auch eine Gefahrenquelle da, die wir entsprechend beanstanden müssen und um die sich gekümmert werden muss.

Wir haben hier einen Gehalt deutlich unter 500 ppm, somit ist es für uns in Ordnung. Die Verbrennung stabilisiert sich auch nach wie vor weiter. Somit können wir die Messwerte bestätigen. Die Messwerte werden ins System eingetragen und dann haben wir direkt im System drin stehen, dass sie in Ordnung ist.

Als bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger ist bei der Abnahme wichtig: Ich bestätige die Betriebs- und Brandsicherheit. Bedeutet, ich muss eine Abgasmessung gemacht haben, damit ich überhaupt auch weiß, dass die Heizung betriebssicher ist. Bedeutet: Ist der Ringspalt in Ordnung? Sind wirklich die Abgaswerte in Ordnung? Haben wir keinen CO-Gehalt? Es gibt wirklich seltene Fälle, wo man bei neuen Heizungen feststellt, dass die Messung nun mal nicht in Ordnung ist. So was kommt vor. Wir tragen die Werte ein und gehen dann weiter zum nächsten Punkt.

Und zwar: Wir haben das Messgerät, das können wir jetzt einpacken. Wir haben das Gebäudeenergiegesetz zu beachten. Das bedeutet, es gibt Dinge nach Gebäudeenergiegesetz zu bescheinigen. Zum einen ist für uns wichtig: Hat eine Beratung stattgefunden? Die Kunden müssen beraten werden vor dem Einbau einer neuen Heizung bezüglich der CO2-Bepreisung, dass sie aufgeklärt wurden, dass sie beim Einbau einer Gasheizung mit steigenden CO2-Bepreisung rechnen müssen, dass dadurch auch die laufenden Kosten steigen können. Das hat mir allerdings auch die Firma schon mitgeteilt. Die haben mir eine Bescheinigung zukommen lassen, dass eine Beratung stattgefunden hat nach Gebäudeenergiegesetz. Somit kann ich den Punkt auch abhaken.

Wichtig ist, dass wir die Heizungstechnik kontrollieren, dass wir eine Technik haben, die auch wirklich dem Gebäudeenergiegesetz entspricht. Gas-Brennwertgerät ist ganz normaler Stand der Technik noch immer. Wir müssen schauen, dass unsere Armaturen gedämmt sind, dass eine Regelungstechnik vorliegt, was bei dem Gerät standardgemäß ist. Wir müssen schauen, dass die Rohre gedämmt sind, dass alles so vorhanden ist, dass es dem Gebäudeenergiegesetz entspricht. Wir sehen, hier wurde neue Dämmung gemacht, die Armaturen wurden ordnungsgemäß eingepackt, das heißt die Dämmung ist vorhanden. Da können wir dann auch hier diese Punkte abhaken.

Als letzten Schritt ist noch ganz wichtig: Wir müssen einmal hier rumgehen. Außen ist noch die Revisionsöffnung. Ich hatte vorhin schon mal drüber gesprochen. Das ist der Zugang von unten in den Schornstein. Das heißt, das ist unsere unterste Standfläche, dort können wir gucken, ist der Schornstein frei? Wir konnten mit der Haspel damals noch bei der alten Heizung die Bürste durchschieben, den Querschnitt überprüfen. Hier nicht mehr notwendig. Wir haben eine durchgängige Gasleitung. Allerdings notwendig für uns ist trotzdem ein Blick reinzuwerfen aus Kontrollzweck, dass wir einfach sehen, ist diese Abgasleitung auf einer Schiene aufgesetzt. Das ist wichtig. Ich hatte gesagt, die Leitung braucht drei Grad Neigung. Wenn sie ständig Kondensat durch diese Leitung durchfließt, dann entsteht doch eine dauerhafte Belastung auf die Leitung. Dann kann es passieren, dass diese Leitung absackt. Und würde die Leitung innerhalb dieser Abgasanlage absacken, innerhalb des Schachtes, würde sich in diesem 90-Grad-Bogen Kondensat sammeln und auf Dauer würde die irgendwann anfangen zu tropfen. Weil Kondensat ist letztendlich immer noch gewissermaßen aggressiv und würde sich bei langer Verweildauer durch das Material irgendwann durchfressen. Deswegen müssen wir kontrollieren, dass diese Schiene sitzt, kein Absacken stattfindet und diese drei Grad Neigung auch wirklich gehalten wird, damit ein ständiger Rückfluss und eine kurze Verweildauer des Kondensats gewährleistet ist.

Dafür gehen wir außen rum und dann wird einmal im Spiegel ganz traditionell reingeguckt. Taschenlampe noch dazu, damit wir alles genau sehen. Ich nehme den Schornsteinschlüssel, öffne die Revisionsöffnung und dann wird der Spiegel genommen, die Taschenlampe. Ich schau einmal nach oben, ob die Leitung auf dieser Schiene aufliegt, ob die Schiene wirklich eingesetzt wurde. So, perfekt. Schiene sitzt und somit bin ich zufrieden. Fertig.

Jan Guthier:
So, wir sind jetzt vor dem Gebäude. Für mich wichtig: Wir wollen auch die Abgasanlage prüfen, die Abgasleitung, ob dort in der Montage alles richtig gegangen ist, die Abgasleitung richtig gesetzt wurde, dass auch die vorhandene Abgasanlage nicht aufgrund ihres Alters womöglich Schäden hat, dass die Fugen sich rausgespült haben, irgendwelche Risse in den Steinen entstanden sind. Wir wollen ja Betriebs- und Brandsicherheit bescheinigen und auch da ist wichtig, dass der Schornstein in Ordnung ist, dass er uns nicht in den nächsten Jahren runterkommt, weil wir einfach nicht danach gesehen haben.

Heute ist Arbeitsschutz sehr, sehr wichtig für uns Schornsteinfeger und wahrscheinlich sogar in Zukunft wichtiger denn je. Es wird sich da viel ändern und somit müssen auch wir Schornsteinfeger uns ändern. Mein Werkzeug ist jetzt dafür eine Drohne. Mit der Drohne können wir diese Gefährdung überdacht beurteilen, können die Gefährdungseinstufung möglichst gering halten und können somit unnötige Gänge auf das Dach vermeiden und können somit auch eine höhere Sicherheit gewährleisten.

Für mich erleichternd mit der Software zu arbeiten ist: Ich habe alle Daten jetzt eingetragen. Ich habe alles geprüft, was es für mich hier zu prüfen gibt. Somit kann ich das Ganze bestätigen und dann ist meine Arbeit vor Ort erledigt, weil ich kann das Bauvorhaben nun abschließen und dann sind meine Dokumente fertig erstellt, meine Unterschrift ist drauf. Ich kann noch mal schauen, ob alles stimmt, kann, wenn ich will, noch was korrigieren, kann das Ganze freigeben, sobald ich zufrieden bin mit den Dokumenten, und dann liegt das Ganze für den Versand bereit. Je nach Kundenwunsch entweder per E-Mail oder direkt per Postauftrag, kann auch der Kunde frei entscheiden, wie er es zugestellt haben will. Für mich einfaches Spiel. Ich drücke Absenden und das ist ja sehr erleichternd für mich, wenn ich bedenke, wie das war, als ich noch jeden Brief frankieren musste und alles einpacken musste. Das hat mich sehr viel Zeit gekostet und die Zeiten sind Gott sei Dank rum.

So, ja, wir haben ja eben gerade die Abnahme gesehen bzw. durchgeführt. Hol uns mal ab, Pedro: Wie hat sich die Bauabnahme jetzt in den letzten Monaten für dich verändert?

Pedro:
Es hat sich für mich soweit verändert, dass es weniger Bürokratie für mich ist. Zumindest die Bürokratie ist dieselbe geblieben, aber ich habe damit weniger zu tun, weil ich bin vor Ort beim Kunden, ich nehme die Daten auf, wie du gesehen hast. Alles wird vor Ort erledigt. Ich mache eigentlich einfach meine Arbeit und tue parallel das Ganze in der Software einfach eingeben. Und sobald es in der Software drin ist, wird die Begehung abgeschlossen, das Bauvorhaben wird abgeschlossen und schon sind die Unterlagen. Alles steht zur Verfügung und ist für den Kunden bereit, abgesendet zu werden.

Pedro:
Wir waren jetzt beim Kunden im Keller und wir sind ja in Deutschland. Internet ist nicht überall verfügbar und Connect ist eine mobile Anwendung. Hast du damit Probleme oder funktioniert das trotzdem?

Jan Guthier:
Also ich muss ehrlich sagen, überhaupt nicht. Man sollte schon darauf achten, dass die Software aktuell gehalten wird, dass man morgens die Software erst mal startet, bevor man den Arbeitsalltag startet. Und dann hatte ich jetzt nie das Problem gehabt, dass ich irgendwo, wo ich keinen Empfang hätte, die Software nicht öffnen könnte oder nicht damit arbeiten könnte. Auch bei der Übertragung der Daten zwischen meinem Mobiltelefon, meinem Smartphone, meinem Tablet oder zwischen dem Gerät meines Mitarbeiters war alles kein Problem gewesen bisher.

Pedro:
Das heißt, du gehst sozusagen aus dem Haus raus und dann sind die Daten dann trotzdem sozusagen immer dabei.

Jan Guthier:
Also ich hatte auch nie irgendwie auf Daten warten müssen. Also sobald ich irgendwie das Gerät gestartet habe, die App gestartet habe, konnte ich damit arbeiten.

Pedro:
Meine letzte Frage zur Abnahme: Wir hatten jetzt hier eine Abnahme ohne Mängel. Was würde sich vor allem zeitlich auch verändern, wenn jetzt ein Mangel aufgetreten wäre?

Jan Guthier:
Also vorab muss ich sagen, wir hatten Glück. Die Abnahme war wirklich makellos. Wir hatten eine systemzertifizierte Anlage. Auch dort kann es immer noch zu Mängeln kommen. Es kann mal passieren, dass irgendwas nicht richtig gemacht wurde, dass etwas vergessen wurde, und dann müssen wir entsprechend einen Mangel schreiben. Der Mangel ist für mich einfach zu erfassen. Ich gehe im System meine Punkte durch. Wenn einer der Punkte nicht erfüllt wird, dann wird da das Häkchen entsprechend entfernt. Es wird gesagt, was für ein Mangel vorliegt und dann wird entsprechend ein Mangel-Dokument an den Kunden ausgestellt, wo er sehen kann, was nicht stimmt. Natürlich kann ich auch die Dringlichkeit des Mangels einstellen, weil es ist ein Unterschied, ob jetzt eine Schiene, die die Abgasanlage schient, vergessen gegangen ist, oder ob wir einen ernstzunehmenden Abgasaustritt haben.

Pedro:
Super, vielen Dank. Dann würde ich sagen, wir gehen jetzt ins nächste Gebäude, schauen uns da die Feuerstättenschau an und da kannst du uns gerne durch die Punkte einmal durchleiten.

Jan Guthier:
Mache ich sehr gerne.

Pedro:
Wunderbar.

Jan Guthier:
So, wir sind jetzt hier für die Feuerstättenschau. Das bedeutet: Ich gehe zur Kundin, starte oben. Vom Dach aus schauen wir den Verlauf des Schornsteins an und treffe euch dann wieder unten im Keller an der Heizung. Da endet dann auch die Feuerstättenschau. Wir wollen auch die Privatsphäre der Kunden respektieren, weswegen ich euch jetzt nicht durchs ganze Gebäude mitnehmen werde. Ich muss in jeden Raum rein und das sind dann doch Privaträume. Mich kennt die Kundin und dadurch sehen wir uns dann im Anschluss zusammen. Bis gleich.

Jan Guthier:
So, wir sind jetzt hier bei der letzten Etappe. Die Feuerstättenschau findet ein Ende. Wir kontrollieren gerade jetzt noch die vorhandene Ölheizung, ein Brennwertgerät. Hier gleichen wir die Daten ab, ob Brenner und Typenschild übereinstimmen. Jawohl, das stimmt auch. Dann schauen wir noch nach der Abgasleitung, dem liegenden Teil, dem Verbindungsstück. Schauen auch den inneren Teil der Leitung. Das sieht auch sehr gut aus.

Von meiner Seite aus ist alles in Ordnung. Es sind keine wesentlichen Änderungen. Das bedeutet, es ist alles noch so, wie es vor drei Jahren von uns aufgenommen wurde. Ich würde meinem Mitarbeiter noch mitteilen, dass wir die Daten entsprechend abgeglichen haben. Ich kontrolliere noch zuletzt, dass auch wirklich das Gebäudeenergiegesetz eingehalten ist. War schon für mich sichtlich, Rohre sind gedämmt, Armaturen sind gedämmt, soweit alles in Ordnung. Das würde ich dann noch in der Software mit in die Bescheinigung des Gebäudeenergiegesetzes aufnehmen. Würde allgemein die letzten Eingaben machen, damit ich hier die Begehung abschließen kann. Begehung abgeschlossen, das heißt die Dokumente werden jetzt automatisch generiert und ich kann sie an meine Kundin versenden.

Nachdem ich hier fertig bin, wird mein Mitarbeiter noch mal herkommen. Der hat einen Termin mit der Kundin. Er macht dann die Abgaswege-Überprüfung. Da ich hier heute als bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger bin, mache ich natürlich keine Abgaswege-Überprüfung. Das wird getrennt von dem heutigen Termin durch meinen Mitarbeiter ausgeführt, der in meinem Namen als Meisterbetrieb die Tätigkeiten ausübt.

Pedro:
Das ist die gleiche Frage wie bei der Bauabnahme: Wie hat sich denn die Feuerstättenschau jetzt durch Connect für dich verändert?

Jan Guthier:
Also ich empfinde es als deutlich einfacher, weil wir müssen auf sehr viel achten bei so einer Feuerstättenschau. Wie du mitbekommen hast, sind ja viele Schritte zu erfüllen und es ist schön, dass mir die Software diese Schritte irgendwo abnimmt. Ich kann in der Software sehen, welche Schritte muss ich erledigen, um wirklich diese sichere Feuerstättenschau auch zu gewährleisten. Und genauso wie bei der Bauabnahme: Sollte in einem dieser Schritte etwas nicht stimmen, wird das Häkchen entsprechend entfernt, es wird gesagt, was nicht stimmt, und entsprechend wird ein Mangel erstellt.

Pedro:
Welche Rolle spielt es da, dass du quasi die Vollversion von Connect in der Hosentasche hast?

Jan Guthier:
Es macht es einfacher, dadurch dass ich mich nicht noch mal irgendwie ins Büro setzen muss, noch mal die Daten durchgehen muss, noch mal schauen muss, habe ich irgendwas vergessen, ist alles richtig erfasst? Notizblöcke sind überflüssig geworden. Ich habe viele, weil man kriegt die überall mitgeschickt. Ich brauche sie nicht mehr. Es ist wirklich ein bisschen traurig, aber für mich sehr erleichternd, weil ich trage alles in die App ein und nachdem die Feuerstättenschau abgeschlossen ist, ist sie abgeschlossen.

Pedro:
So, jetzt kommen wir zur letzten Frage zur Feuerstättenschau: Wo hat Connect jetzt eigentlich für dich den größten Impact? Ist es bei der Arbeit vor Ort oder dann quasi bei der Nacharbeit im Büro?

Jan Guthier:
Bei beidem. Weil ich bin vor Ort, mache meine Feuerstättenschau, habe meine Checkliste der Punkte, die ich durchgehe. Dadurch kann ich mir sicher sein, dass ich auch alles bei der Feuerstättenschau erledigt habe, was zu erledigen ist. Und im Anschluss muss ich halt nur meine Begehung wieder abschließen und dann ist meine Arbeit vor Ort geleistet und ich habe keine Zeit mehr, die ich im Büro brauche, um irgendwie noch zu schauen, welche Dokumente ich brauche, weil ich vor Ort schon alles erledige.

Pedro:
Perfekt. Das ist eigentlich genau das, was man sich als Handwerk auch erhofft.

Jan Guthier:
Unbedingt. Weil Zeit ist Geld, das ist ein klassischer Handwerksspruch. Und für mich ist es halt gut, dass ich diese Zeit auch an anderer Stelle wieder einbringen kann. Und sei es, mit meinen Mitarbeitern einen Kaffee trinken zu gehen, oder sei es halt andere Arbeiten zu erledigen, die man beim Personal auch entlasten kann.

Pedro:
Vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Dann würde ich sagen, wir gehen jetzt zur letzten Tätigkeit. Da wird Bernhard die Abgaswege-Überprüfung durchführen und uns dann quasi durch die einzelnen Schritte leiten.

Bernhard:
Guten Tag. Ich bin Bernhard Steller, ich bin der Mitarbeiter der Schornsteinfeger-Firma Guthier, und wir befinden uns heute bei Ihnen an der Ölheizung für eine Abgaswege-Überprüfung. Wir fangen erstmal an, nehmen uns das gesamte Gerät in Augenschein, schauen auf mögliche Mängel, Beschädigungen oder Austrittsstellen von Brennstoff oder Wasser, also unserem Speichermedium, und prüfen die Betriebs- und Brandsicherheit, damit hier auf jeden Fall nichts passiert. Zuallererst holen wir uns unsere Taschenlampe raus, entnehmen die Haube und sehen hier schon mal unseren Brenner.

Wir gehen einmal etwas näher, schnappen uns die Taschenlampe und machen einen Rundumblick rund um den Brenner, um einfach zu gewährleisten, dass da auf jeden Fall nichts passieren kann. Hier sind keine auffälligen Spuren. Die Dichtung ist noch hell, demnach auf jeden Fall nicht zu alt. Man sieht Kleinigkeiten wie ein Schauglas, unseren Motor, die Luftansaugung, genauso wie unseren Düsenstock und unsere Ölpumpe. Das Öl fließt dann einmal in den Wärmetauscher, wird verbrannt und zerstäubt und so entsteht dann die Wärme.

Wir gehen einmal weiter. Wir befinden uns hier am Verbindungsstück der Heizungsanlage. Hier werden die Abgase übers Dach abgeführt. Und für uns ganz wichtig: Die Revisionsdeckel haben Dichtungen drin. Die bestehen aus Kunststoff. Kunststoff enthält Weichmacher, welcher mit der Zeit sich verflüchtigt. Und wenn dieser zu weit verflüchtigt ist, wird der Kunststoff porös, verliert an Flexibilität und bricht. Ist das der Fall, muss er getauscht werden. Hier sehen wir, das alles gut ist. Den Deckel können wir wieder draufsetzen. Das Ganze haben wir auch einmal noch mal hier drüben. Auch hier die Inaugenscheinnahme der Dichtung. Grundsätzlich, wenn wir schon hier unten sind, schauen wir uns die komplette Leitung an und gucken auch hinein, ob Verschmutzungen oder Verstopfungen auffindbar sind.

Falls man mal etwas vergessen hat, hat man mit der Software eine super Möglichkeit, nach einer Liste abzugehen, um die ganzen Tätigkeiten noch mal genau nachzuschauen. Brenner und Heizungskreislauf waren frei von Verschmutzungen oder möglichen Verstopfungen und nun können wir an die Messungen gehen.

Nun befinden wir uns wieder vorne am Brenner, auch an der Steuerung, wo wir unseren Prüfbetrieb starten können. Hier ist das ganz einfach. Wir haben einen Schornsteinfeger abgebildet mit Zylinder und Leiter, drücken diesen einmal und können akustisch hören, was die Heizung macht. Wir haben ein paar Klickgeräusche im Feuerautomat, hören die Sicherungen schalten und können gleich hören, wie der Brenner in die Vorspülung geht. Nun hören wir das Vorspülen der Heizung. Gleich startet die Zündung und dann beginnt unsere Arbeit. Eben ging es los, wir konnten es übers Schauglas entdecken. Wir sahen eine kleine Stichflamme und dann wissen wir ganz sicher, dass die Anlage läuft. Zur Not guckt man im Display und sieht ein Symbol der Flamme.

Wir können starten, fangen von oben nach unten an, gehen an unserem Schauglas entlang und prüfen auf mögliche Undichtigkeiten. Man muss ein wenig Abstand halten. Berührt man die Platine, ist es Metall und zeigt einen Abgasaustritt an, obwohl man nur das Metall berührt hat. Da muss man dann einfach aufpassen und Bescheid wissen, ob man Metall berührt hat oder nicht.

Wir gehen fein säuberlich unsere Dichtungen entlang und um den schlechtmöglichsten Zustand wieder zu gewährleisten, setzen wir der Heizung die Haube wieder auf und begeben uns einmal an den Abgasstutzen. Nun schauen wir nach, dass am Stutzen alles dicht ist, und können dann auch mit der Messung starten, um festzustellen, dass die Abgaswerte auch noch im Rahmen sind. Messgerät haben wir schon kalibriert. Wir gucken uns die Ziffern noch einmal an bis zur Kondensatpumpe. Kein Abgasaustritt festgestellt.

Nun nehmen wir uns die Sonde vom Messgerät. Das haben wir schon an Frischluft kalibriert, haben Heizöl eingestellt, passen die Sonde auf unseren Durchmesser an. Hinter der Heizung am Abgasstutzen befindet sich die Messöffnung. Dort wird die Sonde einmal justiert und wir starten die Messung. Unsere Heizung läuft. Nach unseren Abgaswerten können wir nun die Husserlprobe überprüfen, um sicherzugehen, dass die Anlage vollständig verbrennt. Wir ziehen zehn Mal, gucken uns unser Bild an, sehen keinerlei Verschmutzung. Möglichkeit wäre Derivate, also unverbranntes Öl. Wir haben gar nichts. Das ist sauber. Also wissen wir auch, dass unsere Anlage vollständig verbrennt.

Zum Schluss verschließen wir natürlich unsere Messöffnung wieder mit unserer Verschlussschraube. Nun können wir uns unser Programm zur Hand nehmen und können uns alle weiteren Werte eintragen. Das Ganze ist super mobil. Wir haben nicht viel Aufwand, gehen in unser Programm, gleichen das Ganze ab. Wir haben 1,7 % Sauerstoff, einen Kohlenmonoxidgehalt von 34 ppm und einen Unterdruck von 3,7 Pascal Negativdruck. Nachdem wir unsere Abgaswerte eingetragen haben, stellen wir unser Gerät aus, schicken das dem Kunden per Post zu und haben damit unsere Arbeit erledigt.

Pedro:
So Bernhard, hi, freut mich, dass du da bist. Freut mich auch, dass ich mal mit einem Mitarbeiter spreche. Sage ich, sonst habe ich nur die Chefs an der Strippe. Meine Frage zum Einstieg wäre: Wie hast du den Umstieg zu Connect erlebt? Hast du jetzt Sachen, die du anders machst als vorher?

Bernhard:
Tatsächlich geht es dann direkt in die Terminierung. Also alles, was wir brauchen, um unsere Tätigkeit beim Kunden vor Ort durchzuführen. Ganz oft hat man verschiedene Bereiche und man hat immer einen Bereich, wo man nicht direkt hinfahren kann. Auch von hier aus gesehen würde ich jetzt eine Dreiviertelstunde nach Keller fahren. Das kostet einfach zu viel Zeit. Ich kann über Connect ganz einfach die Terminierung digital starten, mache meine Termine fertig, schicke das Ganze meinem Chef weiter, damit die Termine rausgeschickt werden, und mehr Arbeitsschritte haben wir gar nicht. Und schon startet das Ganze. Allein die Terminierung macht es tatsächlich deutlich einfacher. Wir sparen uns ganz schön viel Zeit. Hätte ich diese Möglichkeit nicht, müsste ich diese Zettel alle händisch selbst ausfüllen und tatsächlich auch persönlich in die Briefkästen schmeißen. Das nimmt mir ganz schön viel Arbeit ab.

Pedro:
Das klingt auch so, als ob es dann sozusagen ein bisschen mehr Flexibilität gibt, dass du das Ganze dann terminieren kannst. Super. Die zweite Frage: Fühlst du dich durch Connect mehr in die Betriebsabläufe integriert? Wie ist es denn aktuell?

Bernhard:
Also ich sag mal, als wir mit Connect gestartet haben, aller Anfang ist schwer. Es war aber mit Connect direkt am Anfang schon verdächtig einfach. Also wir haben uns recht schnell eingefunden, hatten ein ganz einfaches Overlay, wussten ungefähr, wo man rein tippt, und falls man es mal nicht wusste, hat man ja auch direkt immer die Hilfestellungen, hat ein FAQ, kann noch mal nachschauen. Die Kommunikation im Betrieb untereinander: Mein Chef und ich, die Daten, die wir erfassen und eintragen, ohne miteinander direkt gesprochen zu haben, können wir direkt abschätzen. Da ist eine neue Information dazugekommen und können direkt damit arbeiten, ohne uns noch mal persönlich kurz zusammenzuschließen. Das erleichtert uns tatsächlich die Kommunikation. Und vor Ort: Ich ändere eine Datenerfassung im Programm und eine Sekunde später ist es auf dem Handy von meinem Chef schon zu entdecken. Ich brauche nichts mehr weiter mitteilen, dass ich was geändert habe. Das erspart mir tatsächlich viel Zeit und Arbeit.

Pedro:
Das klingt auf jeden Fall schon so, als ob das auch von den Betriebsabläufen einfach mittlerweile sehr stimmig ist. Im Endeffekt habe ich nur noch eine Frage und ich habe schon gehört, du bist in der Meisterschule. Denkst du wahrscheinlich auch schon an die Zukunft, selbstständig zu werden, einen Bezirk zu übernehmen? Wäre dann Connect eine Option für dich?

Bernhard:
Also wie ich vorhin schon erwähnt habe, war für mich sehr wichtig, draußen unterwegs zu sein. Nur im Büro zu hocken, das wäre für mich nicht so das, was ich wollen würde. Und was ich von meinem Chef mitbekommen habe, wie viel Zeit er mehr hat, die er mit seiner Familie verbringen kann, auch in der Arbeit, wo er mehr unterwegs ist, weniger im Büro sitzen muss, das würde tatsächlich für mich genug ausschlaggebend sein, um zu sagen: ja, das wäre für mich der Weg.

Pedro:
Ja, dann super. Vielen Dank, dass du uns einmal die Abgaswege-Überprüfung gezeigt hast und mitgenommen hast.

Bernhard:
Ja, danke auch.

Pedro:
Und dann würde ich sagen, wir schauen noch mal bei Jan vorbei und gucken, wie der Tag mit Digibase gelaufen ist.

Pedro:
So, ja, wir sind jetzt quasi am Ende unseres Tages angekommen. Wir durften dich ja den ganzen Tag bei den verschiedenen Tätigkeiten begleiten. Währenddessen ist Bernhard ja fleißig draußen gewesen, hat weitergearbeitet. Was bedeutet das jetzt konkret für dich? Am Ende des Tages hast du jetzt noch viel Verwaltungsaufwand zu erledigen, oder wie sieht es aus?

Jan Guthier:
Also ich muss zugeben, so viel ist das jetzt gar nicht mehr. Ich gehe jetzt einfach den Freigabebereich in der Software durch, schaue die Dokumente durch, schaue, ob irgendwas ist, ob ein Hinweis beispielsweise von Bernhard da ist bei der Freigabe, wo er meint, da sollte ich noch mal genauer schauen. Aber ansonsten gebe ich die Dokumente und die Rechnung frei. Das Ganze geht weiter an digibase network und dann kann ich das Ganze über den Versandmanager losschicken. Je nachdem, ob eine Adresse hinterlegt ist oder ob das halt per Postversand verschickt werden soll, macht es sich auf den Weg zum Kunden.

Pedro:
Aber du warst schon fast zufrieden, wärst sehr zu hören. Es gibt ja immer irgendwelche Punkte, an denen man arbeiten kann. Das würde jetzt nahtlos meine nächste Frage überführen: Welche Verbesserungsvorschläge oder Wünsche hättest du noch für Connect?

Jan Guthier:
Ich muss ehrlich sagen, dass mir da so spontan jetzt gar nichts Großes einfällt. Es gibt einen Punkt aus der Buchhaltung, den ich angemerkt habe. Das wurde auch direkt gesagt, da ist man schon dran. Das steht schon ganz oben auf der Liste der internen Systemmängel, die bearbeitet werden. Das hat einfach was mit der offenen Postenliste zu tun, die man sich anschauen kann, wenn man sie aus dem System rauszieht. Aber ansonsten bin ich da schon zufrieden.

Pedro:
Das heißt, wenn du jetzt eine Wünsch-dir-was-Freikarte hättest, die würde leer bleiben?

Jan Guthier:
Ja. Natürlich wünscht man sich schon noch mehr Freizeit vielleicht. Also ihr nehmt mir schon wirklich viel Büroarbeit ab, muss ich zugeben. Ist wirklich so. Und wenn man dann natürlich unternehmerisch denkt, dann ist es natürlich schön, wenn man die Bürozeiten im Bezirk nutzen kann, um damit natürlich den Betrieb auszulasten und selbst wirklich mehr Häuser macht. Das schaffe ich jetzt wunderbar dadurch, dass wirklich weniger Bürokratie anfällt. Und ich denke, niemand ist abgeneigt, noch weniger Bürokratie zu haben.

Pedro:
Das würde ich auch unterschreiben. Wir bieten ja nicht nur digibase connect als Bezirksverwaltung an, sondern wir haben auch ein paar andere Produkte. Was nutzt du denn aktuell?

Jan Guthier:
Also klar, digibase connect als Verwaltung, aber auch digibase network als Versandmanager bin ich auch sehr zufrieden mit. Und ich habe jetzt auch die Website bei euch gebucht. Das heißt, die ist in der Mache. Die ersten Entwürfe habe ich gesehen und muss sagen, ich bin sehr zufrieden. Vor allem weil ich schon gehört habe, was da von eurer Seite schon so geplant ist an Konnektivität zwischen Website und Bezirksverwaltung, finde ich mega. Freue ich mich total drauf.

Pedro:
Da kommt noch einiges. Dann kommen wir jetzt wirklich zur allerletzten Frage für heute. Wenn du Connect noch mal für deine Schornsteinfeger-Kollegen in einem Satz beschreiben müsstest, wie würdest du das formulieren?

Jan Guthier:
Also ich würde tatsächlich so ein bisschen mit eurem Slogan mitgehen: Weniger Zeit im Büro. Weil es ist einfach so, es ist wirklich so, und ich finde, ihr habt da auch nichts Falsches versprochen und den Mund nicht zu voll genommen. Das heißt wirklich, wenn ich mit meinen Kollegen spreche, was ich regelmäßig tue, und es geht auch um Software, habe ich eigentlich nur lobende und positive Worte für euch gehabt bisher und sicherlich auch bei einigen Kollegen das Interesse geweckt dadurch.

Pedro:
Super. Also im Endeffekt kann ich mich nur bedanken für diesen aufschlussreichen, interessanten Tag.

Jan Guthier:
Ich bedanke mich ebenso. Ich hoffe, wir können vielleicht noch mal was machen. Ansonsten wir bleiben weiterhin in Kontakt und ich wünsche einen schönen Tag.

Pedro:
Danke, Jan. Bis bald.

Hinweis: Dieser Text basiert auf einem realen Gespräch und wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) stilistisch überarbeitet und lesefreundlicher gestaltet. Obwohl die Inhalte sorgfältig geprüft wurden, können KI-generierte Anpassungen im Detail Abweichungen oder sachliche Fehler enthalten. Maßgeblich sind im Zweifel die behördlichen Herstellervorgaben oder gesetzlichen Originaltexte.